Veränderung

Es ist an der Zeit, einen kleinen Überblick über unsere Aktivitäten niederzuschreiben, um die Ereignisse der letzten Monate festzuhalten.

Es hat viel Freude gegeben mit unseren Tieren, jedoch auch wieder traurige Ereignisse.

 

Im Frühjahr haben die Schafe erneut Nachwuchs bekommen. Unter den Neuankömmlingen waren dieses Mal hauptsächlich kleine Böckchen, so dass wir gezwungen sind, in den nächsten Wochen einige davon auszuwählen, die geschlachtet werden müssen.

Über diese Notwendigkeit haben wir lange Zeit gesprochen. An der Reduzierung der Böcke geht einfach kein Weg vorbei. Aus früheren Erfahrungen heraus muss man akzeptieren, dass kleine Böckchen, so süß und lieb sie auch sind, sich innerhalb eines Zeitraums von etwa anderthalb Jahren zu Böcken entwickeln, die sich gegenseitig bekämpfen und ihren Drang nach Dominanz auch auf die menschlichen Betreuer ausdehnen. Diese Kämpfe bringen viel Unruhe in die Herde und können auch dazu führen, dass sich Tiere ernsthaft verletzen oder gar töten. Die Möglichkeiten, sie an Menschen abzugeben, die sie nicht schlachten wollen, sind bedauerlicherweise gering.

Unser lieber Benni ist in der letzten Woche unter mysteriösen Umständen ums Leben gekommen. Damit ist der „Chef“ – unser weißer Heidschnucken-Zuchtbock – tot. Er war ein besonders schönes, außergewöhnliches Tier in Aussehen und Verhalten. Dieser Verlust ist sehr traurig. Wir hoffen, er ist schnell und schmerzfrei gestorben.

Das hat erneut zu einer Diskussion über die gesamte Situation mit der Schafhaltung geführt. Ich persönlich bin der Meinung, da der Respekt gegenüber dem Eigentum anderer und die Achtung vor dem Lebens der Tiere in der Bevölkerung immer mehr abnimmt, hier bedauerlicherweise die Möglichkeit besteht, dass wir morgens zur Weide kommen, um festzustellen, dass die Tiere entweder gestohlen oder gleich an Ort und Stelle getötet wurden. Die Frage des Fortbestands unserer Herde steht ungelöst im Raum.

 

Die Enten hat leider alle der Fuchs geholt. Nachdem wir bei den Hühnern Ruhe vor dem Fuchs hatten, war der Entenbereich offensichtlich – trotz großer Sorgfalt beim Bau – nicht fuchssicher genug.

 

Das Ausbrüten von Eiern wurde – meiner Meinung nach – durch eine hinterhältige Tat vereitelt. Wir mussten feststellen, dass über Nacht an der Temperatureinstellung des Brutapparates manipuliert worden war, so dass die Eier bei 42 ° abgetötet wurden. Leider sind nicht wir ausschließlich im Besitz der Schlüssel zum Stall auf dem Gelände des Kleintierzuchtvereins, bei dem wir einige Tiere halten. Aber: kein Beweis, keine Verfolgung der Tat. Leider auch keine neuen Hühner. Die alten legen zwar auch noch einige Eier, doch nicht die Menge, die wir benötigen würden, um wenigstens einen kleinen Ausgleich für die allgemeinen Futterkosten zu erhalten.

 

Ein Paar der Fasane konnten wir verkaufen. Aus dem kleinen hellen Küken vom letzten Jahr hat sich ein wunderschöner goldgelber Fasan entwickelt, der einen Hang dazu hat, Töne von sich zu geben, die auch noch, im Gegensatz zu denen der anderen Fasane, schön melodisch klingen. Eine erfreuliche Entwicklung hier, wenn wir auch in diesem Jahr keinen Nachwuchs hatten, da eine Rattenplage auf dem Gelände des Vereins, bei dem wir auch diese Tiere halten, zum Verlust der meisten Eier geführt hat. Diejenigen, die wir retten konnten, sind im Brutautomaten umgekommen.

 

Unser Hildchen – die kleine Ziege – hat wieder Nachwuchs bekommen. Sie soll den Kleinen dauerhaft bei sich behalten können, damit sie unter den Schafen , zu denen wir sie bringen mussten, nicht so allein ist. Das Böckchen müssen wir kastrieren lassen, damit keine Inzucht entsteht.

Ein paar von den großen Ziegenböcke sollen abgegeben werden. Eine Zucht hier konnte sich durch den Tod des besonders seltenen Kupferhalsbocks nicht verwirklichen lassen. Wir hoffen, sie in gute Hände geben zu können.

 

Die Aufrechterhaltung unseres Tierbestandes ist von verschiedenen Umständen abhängig, insbesondere auch von den offensichtlichen Veränderungen überall in der Welt. Wir beschäftigen uns intensiv damit. Es ist leider nicht mehr gegeben, dass man Tiere einfach so unbehelligt halten kann. Die Unsicherheit macht sich mehr und mehr bemerkbar. Die Richtung, in der die Veränderungen sich entfalten, gefällt uns nicht.

Vor einiger Zeit habe ich einige kleine Geschichtchen verfasst, die die Themen aufgegriffen haben, über die wir u.a. reden. In diesen Bereichen sind wir nicht unbedingt einer Meinung, doch stimmen wir darin überein, dass es in naher Zukunft zu größeren Umwälzungen kommen wird, auf die man sich besser vorbereiten sollte.

 

 

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