Wasser – eine Betrachtung

Auf der Welt gibt es nichts, was weicher und dünner ist, als Wasser. Doch um Hartes und Starres zu bezwingen, kommt nichts diesem gleich. Dass das Schwache das Starke besiegt, das Harte dem Weichen unterliegt – jeder weiß es, doch keiner handelt danach.

Laotse

Wasser ist in vielerlei Hinsicht einzigartig. Nur Wasser dehnt sich z.B. aus, wenn es gefriert. Nur Wasser ist in fester und flüssiger Form sowie gasförmig vorhanden. Die Bedeutung des Wassers für unser Leben ist sicherlich jedem bekannt. Doch es gibt Dinge, die das Wasser betreffen, über die man eher selten nachdenkt.

Das Wasser Thema interessiert mich schon längere Zeit – ganz besonders, seitdem ich mir diese Buch gekauft hatte:

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Nach dem Lesen musste ich einfach weiter den Forschungen von Masaru Emoto nachgehen. Diese Kristalle waren einfach faszinierend. Emoto machte Schwingung im Wasser sichtbar. Er bespielte zum Beispiel Wasser mit Musik, sagte Worte der Dankbarkeit, schrie es an oder beschriftete ein Glas mit positiven oder negativen Worten. Die Kristalle dieser unterschiedlich behandelten Wasser waren alle verschieden. „Liebe und Dankbarkeit“ ergaben einen wunderschönen Kristall,

Liebe, Dankbarkeit

 „Dummkopf“ nur ein verzerrtes Etwas.

Dummkopf Japanisch

Beethoven, Bach, Mozart, Vivaldi – alles ein Ausdruck von Schönheit. Heavy Metall – grauenhaft.

In seinem Buch „Die Antwort des Wassers“ (obige Bilder aus diesem Buch) schreibt Emoto:

„Man kann behaupten, dass Wasser Information übernimmt und diese dann speichert. Möglicherweise erinnert sich das Meereswasser an Geschichten aus dem Leben im Meer. Ein Gletscher schließt vielleicht die Millionen Jahre lange Geschichte des Erdballes in sich ein.  …  Das Wasser zu kennen heißt, das Universum und die ganze Natur, das ganze Leben zu kennen.“

Auf dem Prinzip der Informationsspeicherung baut auch die Homöopathie auf. Eine kleine Menge der Urtinktur (Auszug aus einer Pflanze oder einem anderen Material) wird beim Potenzierungsvorgang immer wieder verdünnt und geschüttelt. In hohen Potenzen ist kein Molekül des Wirkstoffs mehr vorhanden, doch die Information wird weitergegeben.

Information also.

Wasser speichert Information.

Der Mensch besteht zum größten Teil aus Wasser.

Wasser, das sich in den über 50 Trillionen Zellen befindet, die den Menschen „bilden“. Die Urzellen eines Menschen sind Ei- und Samenzelle von Mutter und Vater. Zellen, die selbst viel Informationen enthalten, und die diese Informationen weitergeben, solche, die sie selbst „eingesammelt“ haben und jene, die sie wiederum von ihren Eltern übernommen haben. Der Mensch besteht also aus einer Ansammlung von Informationen, die nicht nur von ihm selbst aufgenommen wurden, sondern die er auch bereits bei seiner Zeugung übernommen hat.

Wie genau diese Informationen uns beeinflussen, kann ich natürlich nicht sagen, doch ist mir kürzlich etwas aufgefallen, das mir wie eine Bestätigung dessen vorgekommen ist, was ich irgendwie immer schon wusste.

Ich bin über ein Hörbuch gestolpert, das einen Teil der EDDA beinhaltete – Havamal. Dort heißt es u.a.:

„Doch steife sich niemand auf seinen Verstand,
Acht hab er immer.
Wer klug und wortkarg zum Wirte kommt
Schadet sich selten:
Denn festern Freund als kluge Vorsicht
Mag der Mann nicht haben.

Vorsichtiger Mann, der zum Mahle kommt,
Schweigt lauschend still.
Mit Ohren horcht er, mit Augen späht er
Und forscht zuvor verständig.

Selig ist, der sich erwirbt
Lob und guten Leumund.
Unser Eigentum ist doch ungewiß
In des andern Brust.

Selig ist, wer selbst sich mag
Im Leben löblich raten,
Denn übler Rat wird oft dem Mann
Aus des andern Brust.

Nicht beßre Bürde bringt man auf Reisen
Als Wissen und Weisheit.
So frommt das Gold in der Fremde nicht,
In der Not ist nichts so nütze.

Nicht üblern Begleiter gibt es auf Reisen
Als Betrunkenheit ist,
Und nicht so gut als mancher glaubt
Ist Ael den Erdensöhnen,
Denn um so minder je mehr man trinkt
Hat man seiner Sinne Macht.

Der Tölpel glotzt, wenn er zum Gastmahl kommt, Murmelnd sitzt er und mault.
Hat er sein Teil getrunken hernach,
So sieht man welchen Sinns er ist.

Der weiß allein, der weit gereist ist,
Und vieles hat erfahren,
Welches Witzes jeglicher waltet,
Wofern ihm selbst der Sinn nicht fehlt.

Lange zum Becher nur, doch leer ihn mit Maß,
Sprich gut oder schweig.
Niemand wird es ein Laster nennen,
Wenn du früh zur Ruhe fährst.

Der gierige Schlemmer, vergißt er der Tischzucht,
Schlingt sich schwere Krankheit an;
Oft wirkt Verspottung, wenn er zu Weisen kommt,
Törichtem Mann sein Magen.

Selbst Herden wissen, wann zur Heimkehr Zeit ist
Und gehn vom Grase willig;
Der Unkluge kennt allein nicht
Seines Magens Maß.

Der Armselige, Übelgesinnte
Hohnlacht über alles
Und weiß doch selbst nicht was er wissen sollte,
Daß er nicht fehlerfrei ist.

Unweiser Mann durchwacht die Nächte
Und sorgt um alle Sachen;
Matt nur ist er, wenn der Morgen kommt,
Der Jammer wahrt wie er war.

Ein unkluger Mann meint sich alle hold,
Die ihn lieblich anlachen.
Er versieht es sich nicht, wenn sie Schlimmes von ihm reden
So er zu Klügern kommt.

Ein unkluger Mann meint’sich alle hold,
Die ihm kein Widerwort geben;
Kommt er vor Gericht, so erkennt er bald,
Daß er wenig Anwälte hat.

Ein unkluger Mann meint, alles zu können,
Wenn er sich einmal zu wahren wußte.
Doch wenig weiß er was er antworten soll,
Wenn er mit Schwerem versucht wird.

Ein unkluger Mann, der zu andern kommt,
Schweigt am besten still.
Niemand bemerkt, daß er nichts versteht,
So lang er zu sprechen scheut.
Nur freilich weiß wer wenig weiß
Auch das nicht, wann er schweigen soll.

Weise dünkt sich schon wer zu fragen weiß
Und zu sagen versteht;
Doch Unwissenheit mag kein Mensch verbergen,
Der mit Leuten leben muß.

Der schwatzt zuviel, der nimmer geschweigt
Eitel unnützer Worte.
Die zappelnde Zunge, die kein Zaum verhält,
Ergellt sich selten Gutes.“

Dies alles verstehe ich als eine Art „Verhaltensregeln“, die ich so auch von meinen Eltern übernommen haben könnte, so habe ich sie jedenfalls verinnerlicht. Und ein Satz wie:

„Nur freilich weiß wer wenig weiß, auch das nicht, wann er schweigen soll.“,

ist sozusagen wie ein Teil meiner Persönlichkeit: Schweigen, wenn es nichts zu sagen gibt, – wenn ich weiß, dass ich nichts weiß. Das war mir schon als junges Mädchen bewusst, wenn ich mit ein paar älteren Damen im Konzert war und zu ihren Gesprächen in der Pause lieber schwieg. „Vornehme Zurückhaltung“ haben sie das genannt.

Haben meine Eltern dies so an mich weitergegeben? Nicht mit Worten, soweit ich mich erinnern kann. Offenbar aber durch ihre eigenen Handlungen, die auch sie wiederum von ihren Vorfahren übernommen haben.

Wir haben also Informationen in uns gespeichert, die uns mit unseren Vorfahren verbinden. Dies bindet uns, so scheint mir, auch an die Heimat unserer Ahnen, denn dort, wo sie ihre Informationen gespeichert haben, haben auch ihre Mitmenschen Informationen gespeichert, die sie an ihre Nachkommen weitergegeben haben, die heute unsere Mitmenschen sind. Daher verstehen wir einander meist wortlos – eine Geste reicht oft. Wir wissen miteinander umzugehen – sind wir uns doch in gewisser Weise ähnlich. Sicherlich sammelt jeder seine eigenen Informationen und daher sind wir trotz aller Ähnlichkeit nicht gleich – nicht einmal die Menschen innerhalb einer Familie. Doch in grundsätzlichen, bedeutenden Eigenschaften und Verhaltensweisen besteht eine große Übereinstimmung. Daher freuen sich die meisten Menschen wohl auch, selbst nach dem schönsten Urlaub in fremden Ländern wieder nach Hause zu kommen – mir ging es immer so.

Es würde mich wirklich interessieren, ob Menschen, die ihre Heimat verlassen und in ein anderes Land, eine andere Kultur einwandern, schon jemals darüber nachgedacht haben, dass sie ihre Wurzeln verlieren, indem sie ihre „Informationsgemeinschaft“ aufgeben.

Ich persönlich fühle mich meiner eigenen Informationsgemeinschaft so verbunden, dass ich alles nötige versuchen würde, um in der Region der Erde zu bleiben, die mir entspricht, mit der ich gemeinsame „Informationswurzeln“ habe.

Wasser ist nicht nur ein lebenswichtiges Element, es ist auch ein erstaunlich verbindendes Element – doch wer beschäftigt sich schon mit den Dingen hinter den Dingen …

 

Verluste

Die letzten Wochen waren zu traurig, um mich mit Dingen wie Blog oder E-Mail oder Verein oder Planungen oder überhaupt irgend etwas, das mir alles plötzlich sowieso unwichtig erschienen ist, zu beschäftigen.

Einen Morgen kamen wir zur Fütterung auf den Berg und dort lag unsere Ziege Jane tot vor dem Zaun. Keine Verletzungen zu sehen – einfach tot.

Dann starben einige Hühner und das Kaninchen, das mich immer abgeleckt hat, wenn ich es beim Füttern gestreichelt habe.

Und als sei das noch nicht genug, fanden wir ein paar Tage später auch noch unseren Torro tot auf der Weide – aus Nase und Mund blutend. Nur wenige Tage vorher waren wir noch mit ihm beim Tierarzt, weil etwas an seinem Fuß operiert werden musste, und es ging ihm gut.

Ich weiß nicht was es war, das den Tieren den Tod gebracht hat, doch solche Ereignisse gehen an uns nicht spurlos vorbei. 17 Jahre lang hatte ich es geschafft, meinen Kindern ein Haustier zu verwehren, weil ich aus der Kindheit noch wusste, wie schwer für mich der Tod eines Tieres zu verkraften ist – davor wollte ich mich und meine Kinder bewahren. Jetzt haben wir viele Tiere und man könnte denken, da ist der Schmerz nicht so groß, wenn mal eins davon stirbt – es ist schrecklich.

Die Verluste dieses Jahres haben mich in ein tiefes Tal geführt, und ich musste mich in mich selbst zurückziehen, um zu erkennen, wo ich mich befand. Allerdings war ich in der Lage, mich mit Bach-Blüten und Homöopathie soweit „auf Kurs“ zu halten, dass ich die Richtung noch erkennen konnte.

 

Ich habe mich immer geweigert, mir den Tod anzusehen, sei es bei meiner Großmutter oder meiner Mutter – ich konnte es einfach nicht ertragen. Habe mir immer gesagt: es reicht, zu wissen, dass sie tot sind. Jetzt, mit den Tieren, muss ich mir den Tod nicht nur ansehen, ich musste bei einem Tier, an dem ich sehr sehr gehangen habe, sogar zuschauen, wie der Tod auftauchte, sich näherte und das Tier mit sich nahm, ohne, dass ich auch nur das geringste hätte dagegen tun können.

 

Durch dieses Erleben hat sich mir eine Erkenntnis deutlich gezeigt, die ich eigentlich gerne übersehen wollte: Man kann einer Sache nicht ausweichen, ihr entgehen – oder auswählen. Wenn man an eine Kreuzung kommt, dann hat man natürlich die Wahl, den sogenannten „freien Willen“, zwischen dem einen oder dem anderen Weg. Die Auswahl des einen Weges bedeutet jedoch nicht, dass man dadurch den anderen Weg nicht gehen muss – den hat man sich nur für später aufgehoben …