Erfahrungen – Hildegard von Bingen

Gestern habe ich mich noch einmal mit den Bach-Blüten beschäftigt. In der Bücherreihe gleich neben der Sammlung über Dr. Bach und seine Blüten stehen die Bücher über Hildegard von Bingen und ihr Wissen.

Zunächst wieder die Auflistung der Bücher, denen ich schon viele Anregungen entnommen habe:

I.     Handbuch der Hildegard-Medizin von Dr. Gottfried Hertzka und Dr. Wighard Strehlow, Freiburg 1991, Bauer Verlag

II.    Die Ernährungstherapie der heiligen Hildegard von Wighard Strehlow, Freiburg 1992, Bauer Verlag

III.   Küchengeheimnisse der Hildegard-Medizin von Dres. Hertzka und Strehlow, Freiburg 1991, Bauer Verlag

IV.   Hildegard-Heilkunde von A – Z von Dr. W. Strehlow, München 2000, Droemersche Verlagsanstalt

V.    Die Heilsteine der Hildegard von Bingen von Michael Gienger, Rheda-Wiedenbrück 1998, Bertelsmann Club

VI.   Die Heilkunde der Hildegard von Bingen von W. Strehlow, Augsburg 2009, Weltbild Verlag

Hildegard wurde 1098 nahe Alzey geboren und starb 1179 im Alter von 81 Jahren – für ihre Zeit ein eher außergewöhnliches Alter. Schon mit 8 Jahren trat sie in das Benediktinerkloster Disibodenberg im Nahetal ein, sie wurde 1136 zur Äbtissin gewählt. 1147 übersiedelte sie auf den Rupertsberg bei Bingen, wo sie ein neues Kloster errichtete. Sie besaß die Gabe des Sehens. Überliefert ist, dass sie zudem von Gott einen konkreten Auftrag erhielt:

„Schreib, was du siehst und hörst! Tu kund die Wunder, die du erfahren! Schreibe sie auf und sprich!“

32 Jahre lang beschäftigte sie sich mit der Niederschrift ihrer Visionen. Sie machte weite Predigt- und Missionsreisen durch ganz Deutschland und war schon zu ihrer Zeit „berühmt“.

Hildegard misst der Auswahl der Lebensmittel für Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Lebensqualität eine entscheidende Bedeutung bei. Insgesamt gibt es sechs goldene Lebensregeln nach Hildegard von Bingen:

1. Schöpfen Sie Lebensenergie aus den vier Weltelementen – Feuer, Luft, Wasser, Erde – durch positive Naturerlebnisse und natürliche Heilmittel.

2. Achten Sie beim Essen und Trinken auf die Subtilität der Lebensmittel, also auf die nützlichen Kräfte, die die Natur für den Menschen bereithält.

3. Bringen Sie Bewegung und Ruhe in ein gesundes Gleichgewicht.

4. Regulieren Sie Schlafen und Wachen zur Regeneration überstrapazierter Nerven.

5. Fördern Sie die Ausleitung von Verunreinigungen und Schadstoffen aus dem Bindegewebe.

6. Stabilisieren Sie seelische Abwehrkräfte: Erkennen Sie eigene Schattenseiten (Laster = Risikofaktoren); versuchen Sie, diese durch heilende Schutzfaktoren (Tugenden) auszugleichen.

Besondere Bedeutung in der Ernährung haben bei ihr z.B. Dinkel, Esskastanie und Fenchel.

Wir essen – wenn irgend möglich – Brot- und Backwaren aus Dinkel. Mit gekochtem, püriertem Fenchel habe ich meine Tochter, als sie ganz klein war, wochenlang mittags gefüttert. Sie hatte eine schlimme Neurodermitis und ich habe mich damals mit der Hildegard Medizin beschäftigt. Ich bin heute noch sicher, dass die Ernährung, zusammen mit regelmäßigen Reiki „Behandlungen“ geholfen hat, dass sie das letzte Mal im Kindergarten einen Neurodermitis-Schub hatte. Sie hat immer noch eine empfindliche Haut, doch nie wieder diese schrecklichen Ausschläge.

In den aufgeführten Büchern, von denen sicherlich wieder einige in Bibliotheken zu finden sind, werden vielerlei Empfehlungen gegeben, angefangen vom Fasten über Diäten mit Dinkelmahlzeiten in unterschiedlichster Form und Beschreibung der Eigenschaften verschiedener Lebensmittel, denn sie hat ihre eigene – oder eingegebene – Auffassung dazu. So sind für sie weder alle Obst- noch Gemüsesorten oder Kräuter gleich gut. Einige, wie zum Beispiel die Erdbeeren, beschreibt sie sogar als eher schädlich.

Die Herren Ärzte, die die meisten Bücher zu Hildegard verfasst haben, konnten viele Erfahrungen mit ihren Patienten und der Ernährung nach Hildegard machen. Sie können über so manchen Heilerfolg berichten.

Ich habe einfach die mir persönlich machbar und im Alltag einfach zu integrierenden Empfehlungen übernommen. Mit Weizen habe ich so meine Schwierigkeiten, doch Dinkel vertrage ich gut. Gefastet habe ich im letzten Jahr zwei Wochen, in denen ich voller Energie war. In diesem Jahr allerdings habe ich mich durch eine Woche mehr oder weniger gequält – die Einstellung dazu spielt wohl auch eine nicht zu unterschätzende Rolle.

Mit Steinen umgebe ich mich schon immer gerne. Sie müssten gar nicht teuer sein. Es fing an mit einem Stein vom Berge Sinai. Hildegard beschreibt in ihrem Buch von den Steinen 24 Heilsteine, u.a. den Achat, den Amethyst, den Topas, den Karneol, den Chalcedon, den Smaragd und natürlich den Diamant.

Sie schrieb in ihrem Buch:

Jeder Edelstein enthält Feuer und Feuchtigkeit. Der Teufel schreckt vor ihnen zurück, da er sich erinnert, dass ihre Zier an ihm selbst erstrahlte, bevor er aus Gottes Herrlichkeit herabstürzte, und weil einige aus dem Feuer entstehen, in dem er selbst bestraft wird. … Vieles kann mit ihrer Hilfe bewerkstelligt werden, jedoch nur, was für den Menschen gut, anständig und nützlich ist, nicht jedoch Laster wie Verführung, Unzucht, … Feindschaft, Mord und dergleichen, was der Natur des Menschen widerspricht. Denn die Natur dieser Edelsteine wird von Anstand und Nützlichkeit angezogen und von menschlicher Gemeinheit und Bosheit abgestoßen …

 

Meine Kinder haben, als sie klein waren, immer ein kleines Kettchen mit Chalzedonen am Handgelenk getragen – also mir scheint, es hat gewirkt …

 

 

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