Der vergessene Anfang

Offenbarung 14, Vers 8

Und ein anderer Engel folgte ihm, der sprach: Gefallen, gefallen ist Babylon, die große Stadt, weil sie mit dem Glutwein ihrer Unzucht alle Völker getränkt hat.

 

Was hat es mit Babylon auf sich?

Noah – nach der Sintflut – arbeitete eines Tages in seinem Weinberg. Bei dieser Arbeit trank er viel Wein, so viel Wein, dass er sich betrunken und unbekleidet in seiner Behausung niederlegte. Sein Sohn Ham, der ihn so sah, ging hinaus und erzählte anderen von der Sünde seines Vaters. Seine beiden Brüder hingegen bedeckten die Nacktheit ihres Vaters mit einer Decke.

Ham repräsentiert hier das Schlechte oder Satan. Seine Brüder dagegen repräsentieren das Gute oder  Jesus.

Nach Noahs Worten werden zwei Linien fortgeführt, die böse und die gute, und deren Eigenschaften forthin mit ihnen.

Ham folgt ein Sohn Kusch. Diesem folgt ein Sohn Nimrod.

Nimrod war der erste Mensch, der Macht gewann auf Erden. Nimrod aus dem negativen, satanischen Strang. Der Anfang seines Königreichs war Babel, die „große Stadt“. Das erste Weltimperium auf Erden.

Nimrod baute Babylon auf. Bekannt ist uns diese Stadt durch den „Turmbau zu Babel“.

1 Mose 11

Die ganze Erde hatte eine einzige Sprache und dieselben Worte. … Und sie sprachen: Wohlan, lasst uns eine Stadt bauen und einen Turm, dessen Spitze bis an den Himmel reicht, dass wir uns einen Namen machen, damit wir nicht über die ganze Erde zerstreut werden.

Babylonisches Denken beinhaltet also:

Sich selbst einen Namen machen. In den Himmel durch eigene Werke. Babel, in den Vorstellungen der Babylonier das Tor zu Gott. Ihre Selbsterhöhung sollte sie zu Gott bringen. Außerdem wollten sie nicht zerstreut werden.

 

In 1 Mose 9 hatte Gott einen Bund geschlossen mit Noah. Der Bund beinhaltete: Ihr aber seid fruchtbar und mehrt Euch und breitet Euch aus auf der Erde, dass Ihr zahlreich werdet darauf.

Noahs Nachkommen sollten sich also, dem Bund gemäß, ausbreiten. Die Nachkommen seines Sohnes Ham jedoch, also das Volk Nimrods, wollte nicht zerstreut werden, demnach den Bund mit Gott brechen. Die Grundidee hinter Babylon war also bereits ein Bruch des Bundes.

 

Währenddessen folgte Abraham dem Ruf Gottes, zu gehen (komm heraus, mein Volk) – raus aus dem Herrschaftsgebiet Babylons. Abraham schloss einen Bund mit Gott und ging.

1 Mose 12

… Geh hinaus aus Deinem Land und Deiner Verwandtschaft und dem Haus Deines Vaters in das Land, das ich Dir zeigen werde und ich will Dich zu einem großen Volk machen und Dich segnen und Dir einen großen Namen geben.

 

Die Babylonier wollten sich einen großen Namen machen, Abraham hingegen sollte ein großer Namen von Gott gegeben werden.

 

Babylon, die Mutter der Huren (Brecher des Bundes) und der Gräuel der Erde. Mit der die Könige der Erde Unzucht getrieben haben und von deren Wein der Unzucht die, welche die Erde bewohnen, trunken geworden sind.

Die „Könige der Erde“ haben sich betrunken an der Macht. Mit dieser Macht haben sich die Anführer der Kirche zusammengetan.

Wenn eine Kirche Macht bei den Machthabern (Königen der Erde) sucht, dann heißt dies: sie hat sich von Jesus entfernt. Denn Jesus sagt: Mir ist gegeben alle Macht im Himmel und auf Erden.

Wenn ich bei Jesus bin, habe ich alle Macht. Ich muss mich nicht mit anderen zusammentun. Wenn ich mich von Jesus entferne, muss ich mir die Macht bei anderen holen.

 

Die Kirche hat die Macht irgendwann ganz an sich gerissen, sich am Wein Babylons betrunken, den Weg der Unzucht genommen, sich verwirrt. Alles Übel geht von dort aus.

 

 

 

 

Erfahrungen – Vitamin D3

Vitamin D3 (Cholecalciferol) ist eigentlich ein Prohormon, das sich hauptsächlich durch ultraviolettes, also Sonnenlicht, bildet.

Wer sich über Vitamin D3 weiter informieren möchte, findet dazu im Internet vielfältige Beiträge.

Zu wenig Vitamin D3 – und das ist zumindest im Winter eigentlich immer gegeben – kann zu verschiedenen körperlichen Beeinträchtigungen führen, z.B.

ein anhaltendes Gefühl von Schwäche, Müdigkeit, Nervosität; Muskelzittern, -verspannungen, -krämpfe; Konzentrationsschwäche; Schlafstörungen; Kopfschmerzen und Schwindelgefühl; Gelenkschmerzen; zuckende Augenlider.

 

Es gibt noch mehr, doch diese Probleme hatte ich mehr oder weniger alle. Muskelzuckungen in den Beinen, wenn ich abends ins Bett ging, zuckende Augenlider an manchen Tagen, ein allgemeines Schwächegefühl und Schlafstörungen waren eine unangenehme Beeinträchtigung.

 

Irgendwann habe ich einen längeren Artikel über die Eigenschaften von Vitamin D3 gelesen, vielleicht auch etwas auf YouTube gesehen, jedenfalls wollte ich es ausprobieren. In Deutschland kann man Einheiten bis 1000 bekommen. Von Dr. Coldwell hatte ich allerdings gehört, dass er mit sehr hohen Einheiten arbeitet. Manchmal fahren wir nach Holland, wo viele Vitamine in höheren Einheiten zu bekommen sind. Also habe ich zunächst Tabletten mit einer Einheit von 5000 eingenommen. Das hat mir gut getan. Doch mit der Tablettenform war ich irgendwie nicht so ganz zufrieden.

Später, nachdem ich die Tabletten des Vitamins schon einige Zeit weggelassen hatte (es war schließlich erst Herbst) bin ich auf flüssiges Vitamin D3 + K2 umgestiegen (dies hatte ich zu Probezwecken gleich mit eingekauft). Der – erneute – Einstieg in die Vitamin D3 Einnahme hatte eine sehr überraschende Wirkung. Es hört sich zwar etwas seltsam an, doch es war, als ginge ein Licht in mir an. Ich hatte auch gar nicht bemerkt, dass meine Beine abends nicht mehr zuckten. Und meine Schlafstörungen sind ebenfalls weg. Es gibt Nächte, in denen ich nicht so richtig gut schlafe, doch die wirklichen Probleme die ich hatte – am liebsten wäre es mir gewesen, wenn die Nacht ausgefallen wäre -, die sind verschwunden.

Ich habe wirklich erst durch die Einnahme der – nun – Tropfen Vitamin D3 gemerkt, welche Dunkelheit (ich weiß es nicht anders zu beschreiben) sich bei mir eingeschlichen hatte. Die Muskelzuckungen habe ich immer auf „anstrengende oder stressige Tage“ geschoben – oder auf’s Alter   :-))

Ich glaube nicht, dass diese Wirkung erst durch den Zusatz von Vitamin K2 aufgetreten ist. Es gab ja auch durch die Tabletten schon eine Wirkung, die mir nur nicht sofort aufgefallen ist. Die Tropfenform gefällt mit allerdings besser als die Tablettenform. Ich nehme jetzt 6000 bis 7000 Einheiten täglich und fühle mich damit gut. Vielleicht versuche ich noch eine Steigerung, weniger würde ich jetzt im Winter nicht einnehmen wollen. Für die nächsten Wochen reicht der Flascheninhalt, dann muss ich mal wieder nach Holland – unseren reizenden Gesundheitswächtern hierzulande sei’s gedankt …

 

 

 

Für die speziellen Freunde des Codex Alimentarius und die sonstigen Gesundheitswächter:

Dies ist keine Empfehlung zur Einnahme von „riskanten, gesundheitsgefährdenden, problematischen, ungesunden, schädlichen, unbekömmlichen“ (hab ich was vergessen?) Nahrungsergänzungsmitteln, sondern ein persönlicher Erfahrungsbericht.

Ich möchte auf keinen Fall jemanden dazu ermutigen, seine Gesundheit in die eigenen Hände zu nehmen.

 

 

 

 

 

Neuanfang

Dieser Blog sollte unsere Erfahrungen mit den Dingen beschreiben, die für uns ein anregendes Leben ausmachen. Dabei bin ich meist bei den Tieren hängengeblieben, weil sie viel Zeit beanspruchten, uns jedoch auch die meiste Freude bereitet haben.

 

„Nebenbei“ haben wir uns natürlich auch mit anderen Dingen beschäftigt, und so ist die Zeit verflogen. Viele Erfahrungen haben wir gesammelt. Wir konnten vieles ausprobieren.

Einkochen ist zu einem neuen, großen Projekt geworden. In diesem Jahr konnten wir unser erstes selbst produziertes Sauerkraut bereits essen. Erfahrungen mit Kuchen im Glas, eingemachten Tomaten, Zwiebeln, Kartoffeln und Früchten sonstiger Art haben uns eine neue Freude beschert.

Das Häkeln und Stricken konnte erweitert und verfeinert werden, Nähen bleibt in Planung.

Im Großen und Ganzen sind wir zufrieden. Die Tierhaltung hat sich allerdings als problematisch gezeigt. Nicht etwa durch die Tiere, sondern durch die überbordende Einmischung der Regierenden. Es gibt so viele unsinnige Regelungen, Vorschriften, Bestimmungen, Verpflichtungen und natürlich Geldforderungen, die zeigen, wie sehr sich die Regierenden von ihrer tatsächlichen Aufgabe, Vertretung des Volkes, befreit haben.

 

Erfahrungen mit den Regularien der Regierenden haben mich schon vor vielen Jahren dazu gebracht, mich intensiver mit der Thematik der Macht zu beschäftigen. Dinge, die ich dabei entdeckt habe, möchte ich teilen. Dies geht nicht im Zusammenhang mit dem Verein, an dem auch andere Menschen beteiligt sind.

Das, worüber ich zukünftig schreiben möchte, geht einzig auf meine „Kappe“. Der Verein hat damit nichts zu tun.

Das bisher Geschriebene lasse ich zunächst einmal stehen, um zu zeigen, woher ich „komme“. Je nachdem, wie ich arbeits- und themenbedingt dazu in der Lage bin, richte ich vielleicht später eine neue Seite ein – das wird sich zeigen.

 

Ich bin sehr tief in die Themen, über die ich schreiben möchte, eingestiegen und hoffe, dass ich einen verständlichen Überblick schaffen kann. Interessante eigene Erfahrungen im Bereich der Heilmittel füge ich immer mal wieder ein. Es wird einiges zu schreiben und zu übersetzen sein, da ich sehr viel im englischsprachigen Raum geforscht habe. Dies einfach deshalb, weil dort erheblich mehr Informationen zu bekommen sind, als im deutschsprachigen Raum.

 

Die Zeiten werden unruhiger. Zu wenige Menschen sind informiert. Den Menschen, die schon viel zur Aufdeckung der Dinge hinter den Dingen getan haben, danke ich – ein wenig möchte ich weitergeben, daher dieser Neuanfang.

VOGELGRIPPE

Die „Vogelgrippe“ hat zugeschlagen.

Oh, nicht in Form von Erkrankungen bei unseren Tieren, sondern aufgrund der Verpflichtung zur Stallhaltung aller „Geflügelten“. Die Regierenden sind offenbar der Meinung, man könne Tiere, die normalerweise im Freien leben dürfen, durchaus einmal ein paar Monate in Ställen einsperren – oder man „schafft sie gleich ganz ab“. Damit dafür auch jeder Geflügelhalter „Verständnis“ zeigt, hat man die Vogelgrippe entdeckt.

 

Unsere Tiere sind Ställe nur für nachts gewöhnt – und manche leben in Volieren, ganz ohne Ställe. Da die Regierenden nun aber die „Stallpflicht“ verordnet haben, und diese auch – unter Androhung drakonischer Strafen bei Zuwiderhandlungen – rigoros durchzusetzen gedenken, mussten wir eine Entscheidung treffen.

 

Alle unsere Hühner für längere Zeit in den Stall einzusperren, der eigentlich nur ihrer nächtlichen Sicherheit dienen sollte, wäre für uns Tierquälerei. Daher haben wir die allermeisten an Besitzer großer Ställe verschenkt, so werden sie recht gut über die Stallpflicht hinweg kommen. Einige wenige wurden geschlachtet und unsere liebsten Hühnchen sind jetzt schweren Herzens eingesperrt.

 

Von den Fasanen haben wir nur ein Paar behalten, die anderen sehr, sehr günstig verkauft oder verschenkt.

 

Die Regierenden haben unseren Selbstversorgungsambitionen erst einmal einen schweren – vermutlich beabsichtigten – Dämpfer versetzt. Im nächsten Jahr werden wir wieder Eier kaufen müssen. Mir persönlich graust es davor allerdings schon. Das Wissen, dass unsere Tiere, von denen die Eier stammten, gute Nahrung und ein freies Leben hatten, hat die Eier zu einem Genuss werden lassen. Vermutlich werden wir schauen, wie man in der Küche ganz ohne Eier zurecht kommt.

 

Zum Schluss möchte ich gerne deutlich machen, dass ich die „Vogelgrippe“ für den gleichen Schwachsinn halte wie die „Schweinegrippe“, die „Gurkenpest (EHEC)“ oder sonstige „Laborneuentdeckungen“. Eher glaube ich noch an Gehirnerweichung, die man jedoch nicht aufwendig festlegen muss, die erkennt man auf den ersten Satz. Leider kann man die davon „Befallenen“ nicht so einfach einsperren.

 

Übrigens haben wir heute das schöne Wetter genutzt, um ein wenig am Rhein zu sitzen. Dort schwammen mehr als 20 Enten friedlich umher. Wegen der „Vogelgrippe“ hätten sie eigentlich alle gleich eingefangen werden müssen, doch es war gerade kein regierender, amtierender oder reglementierender Vogelkäscher anwesend, so haben wir sie mit ein wenig Brot gefüttert und uns an ihrer Freiheit erfreut. Gott sei Dank gab es auch kein „Enten füttern verboten“ Schild …

 

 

 

 

 

 

Veränderung

Es ist an der Zeit, einen kleinen Überblick über unsere Aktivitäten niederzuschreiben, um die Ereignisse der letzten Monate festzuhalten.

Es hat viel Freude gegeben mit unseren Tieren, jedoch auch wieder traurige Ereignisse.

 

Im Frühjahr haben die Schafe erneut Nachwuchs bekommen. Unter den Neuankömmlingen waren dieses Mal hauptsächlich kleine Böckchen, so dass wir gezwungen sind, in den nächsten Wochen einige davon auszuwählen, die geschlachtet werden müssen.

Über diese Notwendigkeit haben wir lange Zeit gesprochen. An der Reduzierung der Böcke geht einfach kein Weg vorbei. Aus früheren Erfahrungen heraus muss man akzeptieren, dass kleine Böckchen, so süß und lieb sie auch sind, sich innerhalb eines Zeitraums von etwa anderthalb Jahren zu Böcken entwickeln, die sich gegenseitig bekämpfen und ihren Drang nach Dominanz auch auf die menschlichen Betreuer ausdehnen. Diese Kämpfe bringen viel Unruhe in die Herde und können auch dazu führen, dass sich Tiere ernsthaft verletzen oder gar töten. Die Möglichkeiten, sie an Menschen abzugeben, die sie nicht schlachten wollen, sind bedauerlicherweise gering.

Unser lieber Benni ist in der letzten Woche unter mysteriösen Umständen ums Leben gekommen. Damit ist der „Chef“ – unser weißer Heidschnucken-Zuchtbock – tot. Er war ein besonders schönes, außergewöhnliches Tier in Aussehen und Verhalten. Dieser Verlust ist sehr traurig. Wir hoffen, er ist schnell und schmerzfrei gestorben.

Das hat erneut zu einer Diskussion über die gesamte Situation mit der Schafhaltung geführt. Ich persönlich bin der Meinung, da der Respekt gegenüber dem Eigentum anderer und die Achtung vor dem Lebens der Tiere in der Bevölkerung immer mehr abnimmt, hier bedauerlicherweise die Möglichkeit besteht, dass wir morgens zur Weide kommen, um festzustellen, dass die Tiere entweder gestohlen oder gleich an Ort und Stelle getötet wurden. Die Frage des Fortbestands unserer Herde steht ungelöst im Raum.

 

Die Enten hat leider alle der Fuchs geholt. Nachdem wir bei den Hühnern Ruhe vor dem Fuchs hatten, war der Entenbereich offensichtlich – trotz großer Sorgfalt beim Bau – nicht fuchssicher genug.

 

Das Ausbrüten von Eiern wurde – meiner Meinung nach – durch eine hinterhältige Tat vereitelt. Wir mussten feststellen, dass über Nacht an der Temperatureinstellung des Brutapparates manipuliert worden war, so dass die Eier bei 42 ° abgetötet wurden. Leider sind nicht wir ausschließlich im Besitz der Schlüssel zum Stall auf dem Gelände des Kleintierzuchtvereins, bei dem wir einige Tiere halten. Aber: kein Beweis, keine Verfolgung der Tat. Leider auch keine neuen Hühner. Die alten legen zwar auch noch einige Eier, doch nicht die Menge, die wir benötigen würden, um wenigstens einen kleinen Ausgleich für die allgemeinen Futterkosten zu erhalten.

 

Ein Paar der Fasane konnten wir verkaufen. Aus dem kleinen hellen Küken vom letzten Jahr hat sich ein wunderschöner goldgelber Fasan entwickelt, der einen Hang dazu hat, Töne von sich zu geben, die auch noch, im Gegensatz zu denen der anderen Fasane, schön melodisch klingen. Eine erfreuliche Entwicklung hier, wenn wir auch in diesem Jahr keinen Nachwuchs hatten, da eine Rattenplage auf dem Gelände des Vereins, bei dem wir auch diese Tiere halten, zum Verlust der meisten Eier geführt hat. Diejenigen, die wir retten konnten, sind im Brutautomaten umgekommen.

 

Unser Hildchen – die kleine Ziege – hat wieder Nachwuchs bekommen. Sie soll den Kleinen dauerhaft bei sich behalten können, damit sie unter den Schafen , zu denen wir sie bringen mussten, nicht so allein ist. Das Böckchen müssen wir kastrieren lassen, damit keine Inzucht entsteht.

Ein paar von den großen Ziegenböcke sollen abgegeben werden. Eine Zucht hier konnte sich durch den Tod des besonders seltenen Kupferhalsbocks nicht verwirklichen lassen. Wir hoffen, sie in gute Hände geben zu können.

 

Die Aufrechterhaltung unseres Tierbestandes ist von verschiedenen Umständen abhängig, insbesondere auch von den offensichtlichen Veränderungen überall in der Welt. Wir beschäftigen uns intensiv damit. Es ist leider nicht mehr gegeben, dass man Tiere einfach so unbehelligt halten kann. Die Unsicherheit macht sich mehr und mehr bemerkbar. Die Richtung, in der die Veränderungen sich entfalten, gefällt uns nicht.

Vor einiger Zeit habe ich einige kleine Geschichtchen verfasst, die die Themen aufgegriffen haben, über die wir u.a. reden. In diesen Bereichen sind wir nicht unbedingt einer Meinung, doch stimmen wir darin überein, dass es in naher Zukunft zu größeren Umwälzungen kommen wird, auf die man sich besser vorbereiten sollte.

 

 

Die Insel

Die Welt ist voller Geschichten, voller Sagen und Märchen, voller Mythen. Wer wüsste das besser als ein Volk aus der Mitte, welches selbst auf viele große Denker und Erzähler in seinen Reihen zurückgreifen kann. Viele große Ideen kamen aus diesem Volk, das man durchaus als bedeutendes Volk bezeichnen kann. Nicht zu vergleichen mit den Größten, die sich ihre Ideen eher anderweitig besorgen oder noch von den Denkern, Erfindern und Handwerkern profitieren, die das bedeutende Volk in schweren Zeiten auf der Suche nach einem besseren Leben verlassen hatten.

Wenn man es genau betrachtet, ist es auch nicht so richtig ein einzelnes Volk, sondern eigentlich ein Zusammenschluss aus mehreren Völkern, die jedoch einem gemeinsamen Ursprung entstammen. Dieses bedeutende Volk möchte nun aber gar nicht, dass irgendjemand glaubt oder gar sagt, dass es ein bedeutendes Volk sei.

Das liegt zum einen daran, dass es die schon erwähnte große Schlacht verloren, und seitdem mehr und mehr die Einstellung der Größten übernommen hat, dass es neben den Größten niemanden geben kann, der sich irgendwelche Vorstellungen über eine eventuelle eigene Größe und Bedeutsamkeit macht. Es gibt die Größten und viele Kleine – die Welt funktioniert eben nur so.

Zum anderen liegt es daran, dass ihm durch die verlorene große Schlacht gänzlich der Zugang zu dem alten Wissen über seine Größe und Bedeutsamkeit abhanden gekommen ist und auch die Erlaubnis fehlt, darüber nachzudenken.

Dass die Größten um jeden Preis vermeiden wollen, dass sich das bedeutende Volk wieder seiner Größe und Bedeutsamkeit erinnert, muss man verstehen. Schließlich profitieren die Größten immer noch vom Ausgang der großen Schlacht. Nur das Bewusstsein der Schuld, innerhalb des bedeutenden Volks, sichert den Größten letztendlich die Einnahmen. Außerdem darf man nicht vergessen, dass die Größten es nicht leiden können, wenn einer von außen Ärger macht, da muss man dann wieder aufräumen, und überdies ist man mit der ganzen Welt auch so schon beschäftigt genug.

Aber das nur am Rande, schließlich wollen wir uns mit der Insel beschäftigen.

Die Insel ist eine große Geschichte oder eine der Mythen oder vielleicht eine Sage – so richtig weiß man das nicht. Viele haben schon versucht, ein bisschen Licht ins Dunkle zu bringen, doch niemand ist bisher auch nur im Ansatz zu einem brauchbaren Ergebnis gekommen. Auch wenn sich das so mancher einbildet.

Es gäbe vielleicht eine Möglichkeit, etwas genaues zu finden, doch man müsste dazu viel lesen, forschen und auch reisen. Doch wer hat dazu heute schon noch die Zeit. Es ist eben nicht mehr so wie beim alten Heinrich, der immer davon überzeugt war, dass er die Stadt aus den alten Geschichten finden würde, die alle nur für ein Produkt der Phantasie von ein paar ollen Griechen gehalten haben. Er hat einfach nicht aufgegeben. Am Ende hat er sie dann auch gefunden, und alle waren überrascht. Natürlich braucht man auch eine gute Portion Glück, vor allem aber die Fähigkeit zum Denken, zum Kombinieren und Durchhaltevermögen. Diese Eigenschaften scheinen aber im bedeutenden Volk ausgestorben zu sein – von den anderen Völkern der Welt kann man in dieser Beziehung wohl auch nicht unbedingt viel erwarten.

Was soll es nicht alles auf der Insel gegeben haben. Was man sich auch nur erträumen kann. Alle haben von allem genug. Es gibt wunderbare Landschaften, gesundes Essen, alle vertragen sich und alle sind ziemlich schlau. Nur die genaue Lage ist einfach nicht herauszubekommen.

Wahrscheinlich gab es da unter den Inselbewohnern auch ein paar vom Schlage der Größten, denn irgendwann soll ja diese Insel durch eine von ihren Bewohnern ausgelöste Katastrophe untergegangen sein – heißt es jedenfalls.

Aber so ist es halt immer: egal wie gut die ganze Sache läuft, es gibt stets ein paar Leute, die meinen, sie könnten alles noch besser machen – zumindest für sich selbst. Dass das meist im Untergang endet, das kann man aus vielen, vielen Geschichten erfahren, über Königreiche und Welteroberer und Mächtige, die nie genug bekommen konnten.

Doch was, wenn die Insel gar nicht in der Welt, sondern nur auf der Erde existiert hätte?

Ein Vogel, Admiral genannt

Die uns bereits bekannten Götter, die mit der großen Welt – auch als die Größten bekannt -, sind mit der Welt ziemlich beschäftigt. Aus diesem Grund haben sie auch eine richtig große Menge an Personal, das natürlich versorgt und beschützt werden muss. Vor allem der Schutz hat absolute Priorität. Nichts ist schließlich störender, als jemand von außen, der sich nicht an die von den Größten aufgestellten Spielregeln hält und Ärger macht.

 

So hatten die Größten gerade erst wieder eine aufreibende Schlacht gewonnen. Das kostete zwar schon den einen oder anderen ihrer Krieger das Leben, doch alles hat schließlich seinen Preis. Auf der anderen Seite bringen Schlachten ja immer auch Vorteile mit sich, das darf man nicht unterschätzen.

 

So konnten sie nach der Schlacht eine doch insgesamt positive Bilanz ziehen: jede Menge wertvoller Informationen, die selbst ihnen noch nicht bekannt waren, einige kluge Köpfe dazu, die sich willig den Siegern zur weiteren Verfügung stellten und natürlich den Saft des Lebens: Tauschmittel jeglicher Art, welche die Besiegten auf unbestimmte Zeit würden liefern müssen. Was will man mehr.

 

Aber das nur am Rande. Wir wollen uns schließlich mit dem Vogel beschäftigen.

 

Dieser Vogel war ein richtiger Draufgänger und für ein Vergnügen immer zu haben. Die eben gewonnene Schlacht hatte, wie gesagt, ein paar interessante Informationen eingebracht, denen die Größten gerne nachgehen wollten, und da war der Vogel der richtige Heroe, um der Sache auf den Grund zu gehen. Weil bei den Größten alles etwas größer ist, als bei anderen, haben sie dem Vogel ein paar Leute mehr – ungefähr 4700 -, dazu 13 Schiffe und einige Flugzeuge mitgegeben.

 

Es ging bis ans Ende der Welt. Dort gab es zwar eigentlich nur Eis, doch man hatte aus den Informationen erfahren, dass man wohl auch kleine Seen und eisfreie Oasen finden könne. Ganz davon abgesehen, was es womöglich unter dem Eis zu holen gab. Das würden die speziell Geschulten, die bei dem Ausflug dabei waren, schon herauszufinden.

 

Der Vogel erklärte später auf dem allgemeinen Mitteilungsgerät, dass es für wenigstens hundert Jahre jede Menge Schätze jeglicher Art abzuholen gäbe. Insgesamt, so wurde gesagt, habe sich der Ausflug im Sinne der Größten außerordentlich gelohnt. Verschwiegen wurde allerdings, dass bei der Rückkehr des Heroen einige der Mitreisenden leider gefehlt haben, und dass sich nur kurze Zeit später die ganze Welt dazu entschlossen hat, auf das Abholen sämtlicher Schätze aus Rücksicht auf die schöne Natur zu verzichten.

Doch was, wenn das nur daran lag, dass jemand am Ende der Welt gesagt hat: Ihr kommt hier nicht durch?